25 April 2010

Der kleinste Hörtest der Welt

Gute Werbung braucht nicht immer eine Doppelseite im Spiegel oder 30 Sekunden bei RTL. Gute Werbung braucht vor allem eine Idee. Wie dieser Hörakustiker in Travemünde, der die kleinen Zuckerpäckchen in einem Cafe zum kleinsten Hörtest der Welt umfunktioniert hat.

07 November 2009

Dinge die twittern

In den letzten Tagen stolpere ich immer öfter über Dinge die twittern. Mal sinnvoll und auch mal sinnlos oder einfach nur unterhaltsam, wie z.B. die Uhr von Big Ben.

Die Firma Botanicals bietet ein kleines Twitter Kit für Zimmerpflanzen an. Ich schätze mal ein Sensor misst dabei die Feuchtigkeit und twittert dann entsprechende Nachrichten. Wie zum Beispiel bei Mr. Ikea Plant hier:


Zumindest für mich wäre das eine wirklich sinnvolle Anschaffung. Mit gut 100 Dollar aber noch etwas teuer, finde ich.
Nützlich, zumindest für die Leute die in London leben, sind auch die Tweets der Towerbridge, die ihre Follower darüber unterrichtet wann sie sich das nächste mal hochklappt.

Eher etwas für Touristen sind dann wahrscheinlich wieder die Tweets der Themse (Ja, genau der Fluss, der durch London fliesst).


Recht sinvoll erscheint mir auch der twitterende Wäschekeller am Olin College in Massachusets. Hier erfahren die Studenten ob gerade Waschmaschinen oder Wäschetrockner frei sind.

Das sind wahrscheinlich die ersten geekigen Experimente (und falls noch jemand mehr Beispiele hat, dann gerne in den Kommentaren posten). Aber wenn man den Prognosen von Gartner glauben möchte, dann wird 2012 ca. 20% des gesamten Internettraffics von Dingen erzeugt werden (ganz unten steht's). Damit ist natürlich nicht nur Twitter gemeint. Aber ich glaube, dass solche automatisierten Meldungen von Sensoren aller Art in Zukunft auch ein interessantes Gimmick sein können, um Kundenservice und Markenerlebnis zu verbessern. Lufthansa hat es mit dem neuen Service MySkyStatus ja auch schon vorgemacht: Sobald ich für einen Flug einchecke twittert Lufthansa (natürlich mit meiner Erlaubnis) meinen aktuellen Status.

05 November 2009

Is planning impotent?

Auf psfk gibt es in den nächsten Wochen ein paar Videointerviews mit einigen Plannern. Das ganze soll wohl ein bißchen der Identitätsfindung des Plannings dienen und die Diskussion über das Selbstverständnis der Planner anregen. Grundsätzlich natürlich eine gute Idee. Allerdings ist es auch immer wieder erstaunlich wie sehr Planner sich in diese Selbstfindungsdiskussionen reinsteigern können. Wahrscheinlich liegt es wirklich daran, dass niemand so recht weiß bzw. man sich irgendwie nie so recht darauf einigen konnte was ein Planner eigentlich macht. Ist aber auch kein Wunder, weil es eigentlich in jeder Agentur irgendwie ein bißchen anders aussieht. In der einen ist man "Postrationalisierer" für die Kreation in der anderen eine Art "Consultant".
Am Ende glaube ich, dass diese ganzen Definitionsversuche auch immer ein Zeichen dafür sind, dass Planner oft auch irgendwie wissen, dass sie eigentlich niemand so richtig braucht. Ich meine das gar nicht abwertend, aber ein guter Kreativer oder ein guter Kundenberater braucht keinen Planner. Und Planning ist nicht zu letzt ja auch nur entstanden, weil man bei BMP bzw. JWT das Gefühl gehabt hat, dass man jemanden braucht der einfach mehr Zeit hat sich tiefer und umfassender mit den Problemen des Kunden und den Ergebnissen der Marktforschung zu beschäftigen. Planning kann eigentlich jeder und trotzdem glauben viele, dass Planner irgendwie dann doch schlauer sind und die besseren "Erkenntnisse" haben als andere (siehe den Kommentar von Robin Hafitz).
Wahrscheinlich ist es gerade deswegen weil wir uns immer wieder von neuem bei den Kreativen und den Beratern beweisen müssen, dass wir uns so gerne darüber unterhalten was wir eigentlich machen.
Zumindest aber habe ich mich sehr darüber gefreut, dass Paul Woolmington anscheinend eine ähnliche Idee von dem hat was Planning leisten soll und kann, nämlich "upstream" gehen und den Ursprung des Problems finden anstatt nur die Symptome zu bekämpfen. Aus dieser Überlegung ist ja auch der Titel meines Blogs entstanden.

24 Oktober 2009

Twitter Love

Zitat der Woche

In the factory we make cosmetics;
in the drugstore we sell hope.

Charles Revson, Revlon

20 Oktober 2009

Adelholzener im Social Web

Das Unternehmen Jack Wolfskin macht sich (zumindest in der Blogosphäre) gerade sehr unbeliebt mit den Abmahnungen, die sie verschicken. Adelholzener hingegen zeigt gerade, wie man Kunden/Blogger/User auf einfache an der Entwicklung eines Produkts partizipieren lassen kann. Crowdsourcing nennt man das ja jetzt im Marketingdenglisch.

Vor ein paar Monaten erhielt ich von Adelholzener zwei Flaschen des neuen Active O2 Coffee Kick. Eine – zugegeben – auf den ersten Blick etwas komisch klingende Geschmacksrichtung: Wasser (mit der 15-fachen Menge an Sauerstoff) mit Mango- oder Himbeergeschmack plus einer leichten Kaffeenote und der dazugehörigen Portion Koffein. Mir persönlich hat es eigentlich ganz gut geschmeckt. Allerdings habe ich es auch, wie empfohlen, kühl getrunken. danach habe ich es eigentlich nie mehr gekauft obwohl ich einige Male im laden davorgestanden habe. Aber ich trinke Active O2 meistens ungekühlt und der Gedanke an lauwarmen Kaffeegeschmack hat mich dann doch eher zu den anderen Sorten greifen lassen.
So wie mir ging das wohl auch einigen anderen Leuten, denn vor ein paar Tagen hatte ich wieder zwei Flaschen Active O2 Coffee Kick im Briefkasten. Zusammen mit einem netten Anschreiben:




Wir haben verstanden: Active O2 Coffee Kick.

Lieber Tim,
Active O2 mit Koffein? Hatte ich das nicht schon mal im Briefkasten? Fast richtig! Denn Anfang dieses Jahres haben wir bereits zahlreiche Blogger mit Produkten zum Testen ausgestattet. Das Ergebnis war spannend: Während viele die Idee eines belebenden Getränkes mit Fruchtgeschmack reizvoll fanden, waren die Reaktionen auf den Geschmack geteilt.
da uns die Meinung unserer Kunden sehr wichtig ist, haben wir das Produkt nun auf Basis der Kundenreaktionen gezielt weiterentwickelt. Das Ergebnis ist Active O2 Coffee Kick: -In den fruchtig-erfrischenden Geschmacksrichtungen Himbeer und Mango – aber ohne Kaffeegeschmack -mit natürlichem Koffein aus der Kaffeebohne -Mit der 15-fachen Menge an Sauerstoff Weil Sie das Produkt bereits damals gestest haben und wir aus Ihrem Feedback gelernt haben, senden wir anbei ein Testpaket und hoffen, dass es ihren Geschmack trifft. Über Rückmeldung freuen wir uns natürlich sehr. Viele Grüße Ihr Adelholzener Team

So simpel kann Crowdsourcing sein. Ein netter Brief und eine kleine Produktprobe. Reaktionen und Feedback wirklich auswerten und das ganze vor dem Hintergrund der Verkaufszahlen bewerten. Das Internet als Fokusgruppe und Testmarkt. Auf Basis dieser Erkenntnisse nochmal nachjustieren. Und zwar am Produkt, nicht am Marketing!!! Und wieder mit einem netten Brief raus an die ehemaligen "Tester", die sich nun wahrscheinlich sogar freuen, dass Adelholzener sie überhaupt mal wahrgenommen hat.

So kann Marketing und Produktentwicklung in einer vernetzten Welt eben auch funktionieren.

Disclaimer: Adelholzener und die Marke Active O2 ist ein ehemaliger Kunde von mir und ich freue mich natürlich, dass meine damaligen Präsentationen zum Thema Web 2.0 nun auch seit einiger Zeit Früchte tragen.

11 Oktober 2009

Gute Geschichten braucht man immer

Ich kenne das Programm von canal+ nicht, aber ich hoffe, dass hier nicht wieder "overpromised" wurde.

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